Programmierter Zelltod (PCD)

Programmierter Zelltod ist das Resultat eines genetisch determinierten zellulären Programms. Bis vor Kurzem wurde PCD mit Caspase-abhängiger Apoptose gleichgesetzt, neuere Erkenntnisse belegen jedoch zweifelsfrei, dass auch nekrotische Zelltodprozesse genetische determinierten Programmen folgen. Das Verständnis der an den Zelltodsignalwegen beteiligten Proteinen ermöglicht ggf. deren gezielte Unterbrechung und daraus resultierend den Schutz der Zelle, des Organs.

Gerade im Bereich der Transplantation ist ein Schaden, welcher durch die intraoperative Sauerstoffunterversorgung des zu transplantierenden Organs ausgelöst wird, nicht zu vermeiden. Wir wissen jedoch heute, das die einzelnen Komponenten des PCD zu diesem Organschaden beitragen. Ziel unserer Forschung ist es daher, diese PCD-Signalwege hochspezifisch zu unterbrechen, den Organschaden zu vermeiden, und auf diesem Wege den Transplantationserfolg zu sichern. Durch geringeren initialen Organschaden werden wahrscheinlich auch weniger Abstoßungsreaktionen ausgelöst, so dass auch aus diesem Grund die PCD-Blockade einen entscheidenden Vorteil im Rahmen der Einsparung von Entzündungshemmenden Medikamenten (Immunsuppression) mit sich brächte. Eine solche Blockade könnte beispielsweise durch rekombinante Proteine erreicht werden.